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Es folgen wichtige Informationen über die grundlegende medizinische Situation in Ägypten, Informationen, wie man sein eigenes Risiko, gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erleiden, senken kann und wie es um die Gesamtlage der medizinischen Versorgung in Ägypten steht:

Impfungen

Wer aus von Gelbfieber betroffenen Gebieten einreist, muss eine Gelbfieber-Impfung nachweisen können. Wer direkt aus Deutschland einreist, für den gilt das nicht. Übliche Standardimpfungen sollten aber erfolgt sein, bevor man sich auf eine Ägypten Reise oder Nilkreuzfahrt begibt. Dazu gehören Impfungen gegen Hepatitis A, Polio, Masern, Mumps, Röteln und Meningokokken, wer länger in Ägypten bleiben will, sollte sich auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus impfen lassen.

 

Durchfall

Durchfallerkrankungen sind sehr häufig in Ägypten. Wer sich allerdings an die Grundregeln der Lebensmittel- und Trinkwasser-Hygiene hält, kann das Risiko einer Durchfallerkrankung deutlich senken. Dazu gehört neben stetem Händewaschen vor dem Essen und nach einem Toilettengang auch, kein Leitungswasser zu verwenden, sondern Wasser aus Kaufflaschen. Dies gilt auch für das Geschirrspülen sowie Zähneputzen. Zudem sollten alle Speisen soweit möglich gewaschen, geschält oder gekocht werden. Unbedingt vermeiden, dass Fliegen in Kontakt mit Lebensmitteln geraten. Weiterhin sollten dort, wo es angeboten wird, Einmalhandtücher genutzt werden. Falls kein Wasser aus Kaufflaschen vorhanden ist, sollte das stattdessen verwendete Wasser abgekocht und somit desinfiziert werden.

 

Malaria

In Ägypten wurden seit Jahren schon keine Malaria-Fälle mehr gemeldet, bis auf die Region al-Fayyum gilt Ägypten ohnehin als Malaria-frei.

 

Hepatitis C

Diese Krankheit ist in Ägypten sehr verbreitet. Übertragen wird sie vor allem bei direktem Kontakt von Blut unter Menschen. Deshalb sind Maßnahmen wie Piercings, Tätowierungen, auch Rasuren und Mani- oder Pediküre besser nicht in Ägypten durchzuführen, sondern in sichereren Heimatländern.

 

Vogelgrippe

Die Geflügelpest existiert auch in Ägypten. Kontakt mit Geflügel und Vögeln sollte gemieden werden. Genauere Angaben zum Umgang bzw. der Prophylaxe vor der Vogelgrippe finden sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

 

Bilharziose

Die auch als Schistosomiasis bekannte Krankheit wird beim Kontakt mit Süßwasser übertragen, insbesondere im Niltal und Nildelta sowie dessen Nebenflüsse. Baden in Süßwasser-Gewässern sollte unterlassen werden, um eine Erkrankung an Bilharziose zu vermeiden.

 

HIV/AIDS

Es gibt keine Region auf der Welt, die von dieser Krankheit nicht betroffen ist, wer also ungeschützten Sex ausübt, riskiert stets eine Infektion.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die medizinische Versorgung in Ägypten nur in Kairo ausreichend ist. Abseits der Hauptstadt ist diese oft mangelhaft. Allerdings schneidet die Bewertung der medizinischen Versorgung in Ägypten im innerafrikanischen Vergleich deutlich oberhalb des Durchschnitts ab, auch wenn sie europäische Standards nicht erreicht.

Für alle medizinischen Hinweise gilt, dass sie in keinem Fall eine ärztliche Beratung ersetzen. Wir übernehmen keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben.